FDP am Abgrund

Die Schweizer FDP kommt nicht vom Fleck. Obwohl bei den Wählern ein Bedürfnis, nach einer verlässlichen, bürgerlichen und liberalen Kraft existiert, stagniert die FDP.
Die sich widersprechenden Bedürfnisse des Werk- und Finanzflügels drohen die FDP zu zerreissen.
Der Finanzflügel will, dass das Bankgeheimnis bestehen bleibt und in Zukunft auch mit Schwarzgeld gewirtschaftet werden kann.
Der Werkflügel fordert eine Weissgeldstrategie und den automatischen Informationsaustausch.
Die Spannungen sind innerhalb der FDP soweit gediehen, dass die Hardlinerin Doris Fiala die Repräsentanten des Wirtschaftsflügel zum Verlassen der Partei aufgefordert hat.
Mittlerweile pfeifen es sogar die Vögeln von der Dächern, dass es keine Alternativen zur Weissgeldstrategie und dem automatischen Informationsaustausch gibt.
Die rechtsaussen Fraktion um Doris Fiala machen nichts anderes als die FDP kaputt. Mit ihrem starren Festhalten am Status quo riskiert die FDP bei den nächsten Wahlen unter 10 Prozent zufallen.
Für eine neue, liberale und bürgerliche Partei gibt es in der Schweiz genug Platz. Die Sozialdemokratisierung der SVP und der Linksruck der SVP-Schwesterpartei SP schaffen Raum für eine wirtschaftsfreundliche, bürgerliche und liberale Partei.
Die BDP konnte nie richtig starten. Ihren Exponenten mangelt es an Kompetenz und Durchsetzungskraft. Politisch steht die BDP am richtigen Ort, nur mangelt es ihr am passenden Personal.
Wenn es soweit kommt, dass die Vertreter des Werkflügels aus der FDP gedrängt werden, dann werden sie sich auf die eine oder andere Art mit den heimatlosgewordenen Ex-SVPlern vereinigen.
Mit der Galionsfigur Otto Ineichen würde die BDP schnell an Fahrt gewinnen.
Die andere Alternative ist, dass sich der Finanzflügel sich aus der FDP zurückzieht und in Bedeutungslosigkeit versinkt.

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